Gefährlicher Datensammler Wordpress

Im Schatten von Google, Facebook und Co. existiert eine Datenkrake, die niemand auf dem Zettel zu haben scheint. Dabei hat sich Wordpress inzwischen zum Haupt-Antriebsmotor im Internet entwickelt, denn der überwiegende Teil der Webauftritte nutzt die Software. Häufig wird dann das automatisch mitinstallierte Akismet Plugin zur Spam-Abwehr genutzt oder gleich auf die Plugin-Sammlung Jetpack gesetzt. Alles genannte stammt von der Firma Automattic aus den USA und wird als Open Source zur Verfügung gestellt. So schön das alles und so mächtig das Werkzeug auch ist, weiß kaum ein Nutzer über im Hintergrund laufende Mechanismen Bescheid. Die zur Gestaltung installierten Themes beziehen ihre Schriftarten in der Regel von Google, das ein entsprechendes Angebot „Fonts“ bereit stellt – natürlich kostenlos. Jeden Aufruf der Webseite bekommt Google mit und kann die Besucher ausgiebig tracken (verfolgen; Daten sammeln). Umfangreicher dürfte die Datenflut sein, die Automattic zugespielt wird. Neben den genannten, wo unter anderem ein Statistik-Modul enthalten ist, existieren noch weitere durchaus beliebte Plugins. Die Frage ist jetzt nicht nur, warum darüber nicht berichtet oder das Verhalten gleich gebrandmarkt wird, sondern auch, warum sich auf den Webseiten keine Hinweise auf diesen Datenabfluss finden lassen? Doch am Erstaunlichsten ist, dass das Gesocks der spezialisierten Abmahn-Anwälte diese lukrative Einnahmequelle noch nicht für sich entdeckt hat.
Klarstellung: Ich habe selber Wordpress verwendet und es war immer ein enormer Aufwand und technisches Wissen notwendig, um diese Datenlecks zu stopfen. Deshalb kümmert es den „normalen“ Nutzer nicht. Es ist eben verlockend, dieses mächtige Instrument mit wenigen Klicks zu einer ansehnlichen Webpräsenz zusammenzubauen. Um es richtig Spielen zu können, bräuchte es aber viel mehr Übung. Das ewige Laster der Bequemlichkeit lässt Grüßen.