Extrakt 02-2019

1. Unendliche Skripal Geschichte

Die Skripals überleben eine Attacke mit dem angeblich tödlichsten Gift, was kranke Menschengehirne ausbrüten können. Umgehend läuft die Anti-Russland Gehirnwäsche-Manipulationsmaschinerie an, die seit einiger Zeit ihre Arbeit intensiviert, um das alte Feindbild auf Vordermann zu bringen. Dummerweise war der Anschlag nicht erfolgreich, was offensichtlich die Pläne durcheinander warf und man nun die eigentlich Toten auf andere Weise kalt stellt, indem sie isoliert werden. Allerdings lässt sich dies nicht dauerhaft durchziehen, weshalb hier noch mehr skurriles Theater zu erwarten ist. Am Ende – so Leid es mir für die Skripals tut – dürfte dann irgendein tragischer Unfall doch noch zu ihrem Tod führen. Jetzt wird erst mal deren Haus eingehüllt und das Dach neu gedeckt. Der ehemalige Agent muss tatsächlich irgend etwas gefährliches besitzen, was ihn so gefährlich macht. Spannend – kann sich kein Autor ausdenken.

Warum wird ausgerechnet das Dach von Skripals Haus abgebaut und erneuert? (Telepolis)

2. Ramsch EU

Die EU darf nicht mehr in der ersten Reihe Platz nehmen, sondern muss sich auf den hinteren Bänken bei den weniger relevanten Ländern einreihen. Hugh, der Weltführer hat bestimmt und deren Häuptling herrschaftlich dirigiert. Oh, die Indianer Affirmation ist natürlich Blödsinn, sind schließlich minderwertige und unerwünschte Fremdlinge. Aber bei den rückgratlosen EU-Politikern hat das den erwünschten Effekt gehabt. Schuldbewusst kriechen sie zu Füßen eines Despoten und bieten 500 Millionen unschuldige Menschen als Opferbuße. TTIP und Co. sind weitestgehend aus den Köpfen raus und man braucht ja nicht den ganzen Umfang neu verhandeln. Natürlich nimmt Europa gerne den genmanipulierten Dreck an und stopft mit dem Gift seine Bevölkerung, bei der Adipositas besteht schließlich Nachholbedarf.

Geht im Mai zur EU-Wahl, die ist wichtiger denn je. Informiert euch gründlich, das ist trotz Internet schwierig, aber notwendiger als je.

USA brüskieren Europäische Union (Deutsche Welle)

TTIP durch die Hintertür? (Lost in EUrope)

3. Nationalismus hat gute Seiten?

Die Welt funktioniert global, nur der Mensch zieht Grenzen. Es ist allerdings fraglich, ob er dieses in den richtigen Bereichen tut. Menschen sind beweglich und vermischen sich. Arbeit ist (in der Regel) stationär und sollte unmittelbar wirken. Im Zuge unserer Profit Abhängigkeit stellen wir alles auf den Kopf und wundern uns über unerwünschte Auswirkungen. In dem Plädoyer stecken gute Ansätze, auch wenn man wahrscheinlich nicht komplett zustimmen wird. Entscheidend und wichtig ist, dass überhaupt über Veränderungen gesprochen wird. Diese sind unbedingt notwendig, weshalb jede Stimme, jede Diskussion, jede Anregung zählt, um die Thematik breiter zu streuen und die Wahrnehmung zu erhöhen.

Regionalisierung statt Globalisierung – Plädoyer für eine neue Handels- und Entwicklungspolitik (attac)

4. Pflanzenerziehung

Was für ein Glück, dass unsere Pflanzenwelt einen so fürsorglichen Herrscher hat, der sich aufopferungsvoll um sie kümmert. Er hat zwar keine Ahnung, warum über Millionen von Jahren die Entwicklung den aktuellen Stand für gut hält, aber meint herausgefunden zu haben, dass bestimmte Vorgänge noch viel effizienter ablaufen könnten. Dann wollen wir mal die Schulbank drücken und gucken, was wir versäumt haben. Vielleicht waren wir wirklich ungezogen und stellen unserem Herrscher nicht unser volles Potential zur Verfügung – also unabhängig von unserem eigenen Wohlergehen, welches wie üblich ignoriert wird. Aber das kennen wir bereits schon.

Neue Strategie für mehr Ernte? (scinexx)

5. Dreimal rechts besser als einmal links?

Ganz pragmatisch hat sich europaweit linke Politik aus dem Spiel genommen. Bereits zu Beginn der neoliberalen Globalisierung in den 1990er Jahren haben linke Parteien beschlossen, sich nicht ihrer sozialen Verantwortung zu stellen. Sie haben die eigene Agenda verraten. Aufgegeben und sich von den verführerischen Aussichten des skrupellosen Kapitalismus‘ die Sinne vernebeln lassen. Da das Ausmaß dieser unpassenden Unterwerfung zeitlich verzögert seine Wirkkraft entfaltet, erhält die politische Linke erst jetzt die Quittung. Recht so [!]

Eine Frage des Überlebens (IPG Journal)

6. Verlogene Politiker

Felix von Leitner (fefe) im Interview bei MEEDIA:

“Die Politik hat aus meiner Sicht das Problem vollständig selbst herbeigeführt, und zwar über Jahrzehnte … Als dann die skrupellose Industrie kam, und der Politik erzählte, man könnte ja Geld damit verdienen, indem man Daten über wildfremde Menschen erheben, auswerten und die Erkenntnisse verkaufen, da hat die Politik sofort nach dem Strohhalm gegriffen – um nicht das Ausmaß ihres Versagens vorher thematisieren zu müssen.”

Man sollte alle Politiker*innen dazu zwingen, zum Start ihrer Besserungstherapie, dieses Interview zu lesen. Für den Anfang ist das ein gut komprimierter Einstieg.

IT-Blogger Fefe zum Datenleak-Skandal: “Aus meiner Sicht ist die Politik nicht Opfer, sondern Täter” (MEEDIA)

7. BILD Dreck

Wann wird dieses schmutzige Hetzblatt endlich verboten?! Das Drecksblatt darf sich nicht länger unter dem Deckmantel der Pressefreiheit verstecken. Dieser Schmutz zieht sämtliche Werte in selbigen. Wie kann man von sich behaupten ein Mensch zu sein und dann für dieses menschenverachtende Schmierblatt arbeiten? Dort scheint man erst zufrieden zu sein, wenn die Menschen auf den Straßen grundlos aufeinander losgehen, weil man sie erfolgreich belogen und aufgestachelt hat. So abstoßend widerwärtig!

„Bild“ richtet Mittelfinger auf Unfallopfer (BILDblog)

Ein unfassbarer Fall (BILDblog)

8. Wikipedia füttert Google

Google jubiliert über den Zuwachs an Daten und Informationen, dafür sind die “selbstlosen” Dienste schließlich da. Im Hintergrund bei Wikipedia zu wirken, öffnet mit Sicherheit weitere Türen. Dabei ist, mal Objektiv betrachtet, der Google Übersetzer im Vergleich zu Bing oder Deepl der schlechteste und zwar mit Abstand. Aber die Gehirnwäsche, dass man Google “vertrauen” kann und Infiltrierung sämtliches Lebens mit seiner Omnipräsenz, zeigt eben seine Wirkung. Schade um die verfehlte Stärkung.

Artikel-Übersetzungen: Wikipedia integriert Google Translate (GoogleWatchBlog)

9. USA immer paranoider

Als Heranwachsender faszinierte mich noch die amerikanische Ideologie. Damals, ohne Internet, war deren Paranoia nicht so deutlich sichtbar, vielleicht auch noch nicht ganz so ausgeprägt. Heute kann ich nur den Kopf schütteln und feststellen, dass dort viele kranke Leute ihren Wahnsinn verbreiten und andere skrupellos infizieren. Erschreckend schlimm.

US-Mobilfunker verraten Aufenthaltsort aller Handys (Heise)

10. Unerwarteter Tierschutz

Als Stadtstaat hat Berlin mit Schweinezucht selbst eher weniger am Hut. Deshalb tritt man auch keinem Mastbetrieb auf die Füße oder hält selbige still, weil man auf jene in irgendeiner Form angewiesen ist. Mal wieder wird das vermeintliche Interesse der Verbraucher als Argument in die Schlacht geführt und daher in ihrem Namen gesprochen. Insofern ist es zwar bedauerlich, dass es nicht um das Wohl der Schweine an sich geht, am Ende steht aber das gleiche Ziel, weshalb die Initiative natürlich zu begrüßen ist.

Verfassungswidrige Schweinehaltung? Berlin reicht Nor­men­kon­trol­l­an­trag beim BVerfG ein (LTO)

Das Letzte

Der Nutzer ist selbst Schuld, dass seine Daten aus unsicheren Anwendungen (Apps) gestohlen, legal und illegal, und zur Durchleuchtung seines Lebens verwendet werden. Die Nutzer wollen es so und die Wirtschaft versucht nur diesen Bedarf zu decken. Die Nutzer wollen immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr Geld sparen. Die Nutzer wollen sich ihr Grab selber schaufeln und wir, die Unternehmen, stellen lediglich die Schaufeln her und reichen sie weiter. Nein, wir von der Industrie würden niemals jemanden etwas einreden oder ein Verlangen künstlich erzeugen oder den Verbrauchern Worte in den Mund legen oder diese verdrehen – nie …

Warnung vor Spahn-Plan – Experte: Cloud macht Patientendaten zu leichter Beute (ZDF)

Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit (Golem)

Wochenzitat

Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft.
(Henry Kissinger)

Mut machen

Darf’s ein bisschen Wert sein? Dann unauffällig folgen.

Vorhang

Unvollkommen, wie alles … wünsche ich trotzdem eine angenehme nächste Woche.