Fehlgeleiteter Feminismus

Wenn Feminismus bedeutet, dass Frauen nur andersgeschlechtliche Männer sind, ist die Bewegung gescheitert. Funktionieren, agieren und denken sie wie Männer, haben Frauen versagt. Andererseits spiegelt das die Gründe wieder, warum die Männerwelt mit den (aufgezwungenen) Quoten leben kann. Darauf zielt auch der Spruch ab, “sie steht ihren Mann”, der sämtliche fraulichen Qualitäten ins Nichts auflöst. Frauen werden nur akzeptiert, wenn sie wie ein Mann handeln. Nur den Anforderungen nach dem kochende Heimchen am Herd, Kinder erziehenden Hausmütterchen und willigen Sexbombe müssen die Frauen natürlich weiterhin nachkommen.

Aus diesem Grund hat Jessa Crispin ein wütendes Manifest verfasst: Warum ich keine Feministin bin.

Das Potential der Frauen liegt Brach, die “andere” Welt findet nicht statt, wenn sich Frauen nur zu äußerlich abgewandelten Männer verformen. Unterwerfen sich Frauen weiterhin dem Männer Diktum, weil sie mit dieser Rolle verwachsen sind und sich nicht wirklich aus ihrer Haut trauen, können und sollten sie dieses ganze Pseudo-Aufruhr-Gleichheitsgequatsche in die Tonne treten.

Die “Quotenfrauen” sind einzig Vorführpuppen, die zeigen, wie sehr frau sich der Männerwelt angleichen kann. Im Grunde mehr als peinlich und lächerlich. Mit ernsthaft ebenbürtig sein/werden, hat deren ganze Chose wenig zu tun. Viel zu konturlos verkommt das Aufbegehren der Frauen zu einem unscharfen Bild, auf dem sich nichts erkennen lässt und daher unbrauchbar ist.

Vier der fünf größten US-Rüstungskonzerne werden von Frauen geleitet. Was nach erfolgreichen Frauen klingt, ist in Wahrheit ein Desaster. Um diese Positionen zu erlangen, ist mehr männliches Chuzpe notwendig, als ein Mann benötigt. Durch die Verknüpfung dieser “Erfolgsstorys” mit dem Feminismus Begriff, erhält diese ihre völlig falsche Prägung. Aber nur die Frauen selbst können diese fehlgeleitete Entwicklung gerade rücken. Dafür müsste inzwischen reichlich Aufwand betrieben werden, den sie wohl scheuen, obwohl sie ihn selbst verantworten. Die Kraftanstrengungen wie Männer zu sein, waren totale Fehlinvestitionen. Ziemlich Dumm gelaufen.

Und nun? Die Männerwelt steht am Rande ihres selbst herbeigeführten Exitus‘. Frauen dürften die Chance erhalten, eine weibliche Welt zu gestalten. Ob sie diese nutzen (können) und vor allem die männlichen Strukturen aus ihren Köpfen kriegen, wird dann die entscheidende Frage werden.

Aber bis dahin sollten sie aufhören von “Feminismus” zu plappern, weil das irgendwie “Hip” ist. Sie haben es nicht kapiert und sollten die Bedeutung nicht weiter schänden. Drangsaliert euch weiter auf peinliche Weise und träumt von was auch immer, nur nicht von einer Gleichberechtigung, die ihr nicht begreift und daher nicht aus-/erfüllen könnt.