Gewissenlose Handlanger respektloser Verlage

Oberste Maxime, um als Politiker*in in wichtige Positionen aufzusteigen, ist, keine eigene Meinung haben. Als wichtigste und stetig auszubauende Eigenschaft zählt, ein Gespür dafür zu entwickeln, welcher Wind zukünftig den meisten Erfolg verspricht. Von wem lässt man sich protegieren, um in der Gunst der zu fördernden Personen aufzusteigen. Gemeint ist damit natürlich die Wirtschaft. Widerwärtige Politiker, wie zum Beispiel der aktuelle Berichterstatter des EU-Parlaments Axel Voss, zeigen inzwischen unverhohlen und schamlos ihre Ergebenheit. Nicht nur in diesem Fall, wird sich kaum noch darum bemüht, den Vorlagen aus der Wirtschaft einen eigenen Anstrich zu verpassen. Offensichtlicher lässt sich die eigenen Überflüssigkeit nicht kundtun. Diese Lächerlichkeit noch mit Inbrunst huldigen und nicht bemerken, könnte komisch sein, wenn es nicht so bitter traurig wäre.

Abstoßend ist, wie Politik und Wirtschaft unschuldige, hilflose und wehrlose Urheber als Waffe in die Schlacht führen. Immer wird von der Stärkung der Urheber geredet, dabei ist das eine haarsträubende Irreführung – Fake News, getrieben von der eigenen, unersättlichen Gier. Die Urheber sollen gerade NICHT gestärkt werden. Die Verlage (Buch und Musik) sehen nämlich ihre Pfründe davon schwimmen, wenn dies passieren würde. Ihr Bestreben ist es daher, sich zu Pseudo-Urhebern zu machen. Alleine um sich weiter ungeniert an dem Schaffen kreativer Menschen zu bereichern, die sie im Gegenzug noch weiter einschränken, auspressen und degradieren.

Aber so Schwachköpfe wie Axel Voss, die keine Ahnung haben, was “eigene Leistung” bedeutet, bestimmen über die Rechte und damit verbundene Abschöpfung künstlerischer Werke. Mit ihrer desaströsen Ahnungslosigkeit richten sie ein Gemetzel sondergleichen an. Mehr Respektlosigkeit gegenüber Urhebern lässt sich nicht demonstrieren. Wahrscheinlich hasst Herr Voss Autor*innen und Musiker*innen, weil er deren Schaffen für wertloses Hobby hält, das keiner besonderen Würdigung bedarf.

20 Jahre Internet, doch statt sich den Veränderungen anzupassen, wollen Verlage es unter ihre Fittiche zwingen und nach ihren Vorgaben auspressen. Die eigene Kontrolle muss ausgebaut werden, nur so lässt sich weiter vom Blut anderer leben. Reformen werden dem Umfeld abverlangt, weil man selbst niemals die bequeme Trage verlassen würde. Über Jahrhunderte hat man sich zum Mittelpunkt gemacht und die Urheber an den bedeutungslosen Rand gedrängt. Inzwischen haben sich alle soweit an das total verzerrte Bild gewöhnt, dass es nicht mehr hinterfragt wird. Schlimmer noch, wird es durch unfähige Politiker noch geadelt.

Bevor man derart nutzlose Figuren vom Hof jagen kann, haben sie solch immense Schäden angerichtet, die nur schwer bis unmöglich korrigierbar sind. Wie können diese Personen sich nur im Spiegel ertragen? Wie abgestumpft muss man dafür sein? Beschränktheit scheint zu helfen, die sich dank solcher “Vorbilder” immer mehr Gemüter bemächtigt.

In den Medien bleibt der Aufschrei der Journalisten aus, die zwar selbst Urheber sind, aber eben nur abhängige Zulieferer und unter der Fuchtel der Verlage stehen. Deswegen findet auch keine objektive oder neutrale Aufklärung oder Information statt. Man hat schließlich die Macht Meinungen zu manipulieren, also schweigt man die eigene Schlechtigkeit tot. Lieber spannt man Volltrottel vor den Karren, um unliebsame Bedingungen nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten.

Die Mehrheit ist eh desinteressiert. Von Politik wird nichts mehr erwartet und von Medien nur, dass sie möglichst nichts kosten. Prickelnde Aussichten.

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