Sportlich dynamische Preise

Das darf man nun wirklich nicht so eng sehen und kleinlich sollte man es schon gar nicht bewerten. Jeder ist doch bestrebt mit allen Mitteln ein Maximum an Erfolg zu erzielen. Internet und massenhaft preisgegebene Daten ermöglichen nun mal eine variable Preisgestaltung. Wäre doch vergebenes Potential, das nicht zum eigenen Vorteil einzusetzen. Außerdem muss sich der betriebene Aufwand auch rechnen. Algorithmen schreiben sich nicht von alleine und dann die ganze Technik, das kostet. An den Mitarbeitern lässt sich zwar sparen und nach Oben verteilen, aber das reicht noch lange nicht. Und dann die Aktionäre, die sind selbst bei Erfolgsmeldungen noch unzufrieden und insgesamt unersättlich. So ein paar kleine korrigierende Maßnahmen tun doch niemanden weh, wozu also die Aufregung?

Würde auch keiner merken, wenn nicht ständig diese Verräter um die Ecke kämen. Schließlich hat kaum jemand die Möglichkeiten, die dafür nötigen Vergleiche durchzuführen. Nicht zu vergessen, dass keine Planwirtschaft herrscht, sondern freie Marktwirtschaft gerade auf einen freien Preiswettbewerb setzt. Es gehört zur unternehmerischen Freiheit, die Preise nach eigenem Ermessen zu gestalten. Nach welchen Kriterien dies geschieht, ist Geschäftsgeheimnis. Dynamische Preise beugen auch Kartellverdächtigungen vor. Warum also diese Beschwerden? Letztlich nutzt es allen Seiten, uns vor allem und den Geschröpften tut es so lange nicht weh, bis wieder irgendwelche Weltverbesserer daherkommen und es ihnen unter die Nase reiben.

Nun lassen wir mal die Fische im Teich und vergessen diese Thematik schnellstens wieder, damit das Prozedere weiter fortlaufen kann. Beim Profit hört der Spaß auf oder hat wer Geld zu verschenken?

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