Untergang der Flaggschiffe

Mega Versprechen – Mega Funktionen – Mega Design – Mega Benutzererlebnis. Die Superlativen reichen kaum, um den Stolz der Hersteller in Worte zu fassen. Man muss diese Boliden einfach selbst besitzen, sonst kann man nicht mitreden. Allen voran haben in den letzten Wochen Apples neues iPhone X und Googles Pixel 2 die Schlagzeilen bestimmt … und wie: Einbrenneffekte, senkrechte grüne Linien, Kälte legt Touchscreen lahm, schnell platzendes Glasgehäuse, taube Ränder, leicht auszutricksende Entsperrung, extreme Reparaturkosten … um nur die haften gebliebenen zu nennen. Wohl gemerkt Geräte, die erst wenige Tage auf dem Markt sind. Google sah sich gar genötigt die Garantiezeit zu verlängern. Beide Unternehmen haben scheinbar nicht nur an der Qualitätskontrolle, sondern auch an Hard- und Software gespart. Apple hat inzwischen wie viele Updates hinterhergeschoben? Drei? Vier? Egal, vielleicht nutzen die Apple Mitarbeiter lieber Android Smartphones, weil sie keinen Frust schieben wollen. Dienen die offensichtlichen Sparmaßnahmen wenigstens dazu die Geräte zu einem moderaten Preis anzubieten? Wer glaubt, die beiden reichsten Unternehmen entdecken Moral und Vernunft, wird brutal aus seinen Träumen gerissen. Für das neue iPhone X wandern mindestens 1.150 Euro über den Ladentisch. Möchte man angesichts des unverschämten Preises lieber zum Vorgänger greifen, hat die gewieften Strategen aus Cupertino unterschätzt. Deren Verkaufspreise wurden großzügig angepasst – nach oben. Zu allem Überdruss mimt Apple Chef Tim Cook das Unschuldslamm und hält das iPhone X für preiswert. Bekanntlich geht schlimmer immer. Der eigentliche Skandal ist, dass die Geräte nicht in den Warenlagern verstauben, sondern von sabbernden Jüngern mit fiebrigen Blick gierig leer gekauft werden. Fassungslos schweift der Blick zum #kurzhalt Verantwortungslose Erdenbewohner

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